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Tipps

Zum Abdunkeln der Fahrerhausscheiben gibt es isolierende Matten, deren Saugnäpfe nie halten, ausser beim Abnehmen. Eine Befestigung mit Supermagneten am Metallrahmen ist erheblich praktischer.

Wenn das Bad müffelt, obwohl alles sauber sein müsste, sind meistens die Siphons eingetrocknet - das passiert in warmen Sommern recht schnell. Einfach ein Glas Wasser in die Abflüsse kippen löst das Problem.

Wer individuelle Dellen und Schrammen an seinem Womo schätzt, lässt einfach die Schlüssel in den Schlössern stecken, vor allem bei etwas Wind. Sie entstehen dann ganz ohne Arbeit. Sie sind aber sehr schwer zu entfernen - daher besser Schlüssel in Aussenschlössern grundsätzlich nie stecken lassen.

Dumpen (Grau- und Schwarzwasser entsorgen) sollte man grundsätzlich bei jeder Gelegenheit, und nicht erst bei randvollen Tanks. Sollte sich keine Möglichkeit bieten, über einen Gully zu fahren, kann das Grauwasser notfalls über die geleerte Toilettencassette entsorgt werden, die man mehrmals füllt. Wenn sie nicht unter das Womo passt, auf einen Keil auffahren. Eine klappbare Transportkarre ist sehr nützlich, wenn der Weg etwas weiter ist.

Ersatzteile braucht man nur, wenn etwas kaputtgeht, was in der Regel Samstag nachmittag passiert. Sie sicherheitshalber mitzuführen ist um so sinnvoller, je kleiner, leichter, essentieller und exotischer sie sind. Viele Teile bekommt man überall, aber seltene Sicherungen wie die Hauptsicherung, eine Wasserpumpe für den Aufbau oder einen einfachen Gasregler für den richtigen Druck und passenden Anschlüssen für Flasche und Womo kann man dabei haben. 

Einen Feuerlöscher braucht man hoffentlich nie. Wenn aber doch, weiss man hoffentlich, wo einer ist. Ich habe einen kleinen Schaumlöscher in der Stufe der Aufbautür und eine Löschdecke an der Rücklehne des Beifahrersitzes - stört nicht, sieht man aber gut.

Damit das Womo gerade steht, sind Auffahrkeile bzw. Stufenkeile ein einfaches und günstiges Mittel. Wenn man gerne frei steht, ist eine unauffällige Farbe von Vorteil. Eine Wasserwaage (Libelle) im Fahrerhaus verrät, wo Keile hinmüssen. Wenn man sie einbaut, muss das Womo gerade stehen (Henne-Ei-Problem). Die Stufenkeile sind auch hilfreich, wenn man "entfernt" dumpen muss oder einen platten Reifen hat, und der Toilettentank bzw. der Wagenheber nicht unter das Womo passen.

Mit einem Kabel passender Länge und Stereo-Klinkensteckern an beiden Enden kann man mit besserem Sound Filme gucken, vorausgesetzt, der Fernseher hat einen Kopfhörerausgang und das Autoradio einen Aux In an der Vorderseite.

Ein kleiner Kompressor für 12V an Bord erspart das Mitnehmen einer Fahrradpumpe, regelmässiges Kontrollieren des Reserveradluftdruckes sowie traurige Kindergesichter, wenn der Ball zu schlapp ist. Und bei schleichenden Platten auch mal einen Reifenwechsel.

Der Kühlschrank kühlt unabhängig von Modell und Betriebsart schneller, verbraucht weniger Strom oder Gas und wird geschont, wenn man einen Hitzestau auf der Rückseite verhindert. Temperaturgesteuerte Computerlüfter besorgen das einfach und billig. Perfektionisten verschliessen noch den Spalt zwischen Kühlkörper und Fahrzeugwand weitgehend, und bauen im Inneren des Kühlschranks noch einen Mini-Lüfter ein.

Die Kurbel der Kurbelstützen sollte man bei ausgefahrenen Stützen ins Lenkrad stecken. So vergisst man nicht, sie vor dem Losfahren wieder hochzukurbeln.

Zur Ladungssicherung schwerer Gegenstände, die man regelmässig nutzt, eignen sich Gürtel aus dem Militärbereich mit Metallschloss, die man unter dem Stichwort "tactical belt" bei Online-Händlern finden kann. Optimal sind sie für das Bordwerkzeug, Wasserkanister oder Gasflaschen - sie sind stabil, einstellbar und geben nicht nach, lassen sich aber trotzdem sehr einfach öffnen und schliessen.

Wenn die Markise auf einer Seite nicht mehr richtig schliesst, hilft ein Stück Klebeband, welches man auf die nicht schliessende Seite innen auf die ganz abgerollte Markise klebt. Durch das Aufwickeln wird der Wickel dann grösser, was das einseitig gelängte Markisentuch ausgleicht.

Das manuelle Ausrichten einer Satellitenschüssel kann nervig sein, weil man zwei Parameter einstellen muss - die Neigung (Elevation) und die Richtung (Azimut). Die Elevation hängt stark von Standort ab, eine Tabelle oder Karte mit Elevationslinien hilft sehr beim Eingrenzen. Für den Azimut ist ein Kompass hilfreich, wenn man einplant, dass die Satelliten nicht genau im Süden stehen - Astra z.B. etwa 19° weiter links (Richtung Osten). Bei anderen Womos abgucken ist auch erlaubt.

Ein Schirm gehört fix in jedes Wohnmobil an einen festen Ort, denn einer muss ja schliesslich auch bei Sch...wetter morgens die Brötchen holen - häufig der, der sich auch um die Technik kümmert. Ein Schirm an einem festen Ort verhindert auch zuverlässig, dass sich in allen möglichen Winkeln mit der Zeit Schirme ansammeln.

Die verbreiteten Seitz-Fenster haben zwei Rollos, eines mit Fliegengitter und eins zum Verdunkeln. Da die Griffe übereinanderliegen, kann man beide mit einem Griff schliessen. Dadurch hakt das Fliegengitter aber nicht ein, und das Rollo steht unter Zugspannung. Wenn es einseitig aushakt, wird es schräg aus der Führung gezogen. Daher besser beide Rollos einzeln hintereinander schliessen.

Ein 5m-Spanngurt mit Ratsche ist ein Muss, schon zur Ladungssicherung oder um mal was zu befestigen, oder notfalls als Wäscheleine. Ausserdem ist er das ideale Werkzeug, um einen (Feder-)Ball aus dem Baum zu bekommen, unter dem die traurigen Kinder stehen. Erstens kriegt man die Ratsche richtig schön hoch, wenn man sie am kurzen Gurt herumschleudert, und zweitens hat man beliebig viele Versuche, wenn man das andere Ende vom Gurt festhält, ohne dass der Baum hinterher voll Zeug hängt. Wichtig: die fliegende Ratsche immer gut im Auge behalten, und ggfs flink auf Seite treten. Besagte Kinder ein wenig weg lagern.

Längere Spax-Schrauben mit passenden Unterlegscheiben sind ein guter Ersatz für Heringe, um Markisenfüsse oder Abspannungen zu verankern. Vor allem, wenn man einen Akkuschrauber dabeihat, bekommt man sie problemlos auch in sehr harte Böden. 

Ein Staubsauger für unterwegs sollte kompakt und leistungsstark, billig und zuverlässig sein. Das erfüllen kleine Staubsauger mit langem Kabelanschluss; Akkusauger haben viel weniger Leistung, und der Akku ist bei seltener Nutzung häufig leer oder kaputt. Wer einen Wechselrichter hat oder häufig Landstrom nutzt, sollte ein 230V-Modell nehmen. Es gibt auch Modelle für den Zigarettenanzünder, die jedoch weniger Leistung haben.

Wenn die Toilettencassette beim Entnehmen klemmt, ist der Schieber nicht richtig zu. Auf keinen Fall Kraft anwenden; in dem Fall muss man noch mal hineingehen oder -rufen.

Die Türfeststeller, die die Aufbautür oder Garagentür offenhalten, sollten mit einem zähen Fett oder Trockenschmiermittel eingefettet sein. Ungeschmiert halten sie im Neuzustand zu fest und verschleissen schnell. Wenn man sie ersetzen will: es gibt auch magnetische Versionen, allerdings meistens mit abweichendem Lochraster.

Der Unterboden des Womos wird häufig vernachlässigt, weil man ihn nie sieht, wenn man ordentlich fährt und die Seite mit den Gummis nach unten hält. Trotzdem sollte man hier mal hinschauen: erstens ist der Aufbau häufig unten aus Holz, z.B. Siebdruckplatten. Die können gern mal eine Auffrischung des Unterbodenschutzes vertragen. Zweitens gibt es Durchführungen für diverse Leitungen, die manchmal nur mit Plastikhülsen verschlossen sind. Wenn man diese mit Sikaflex verklebt oder mit einer Schraube sichert, verhindert das, dass kleine Nagetiere den Weg ins Womo finden und dort Schaden anrichten.

Abgebrochene Winkel an Schnappschlössern der Badtür oder von Schränken lassen sich einfach durch Aluwinkel ersetzen, die man sich von Meterware runtersägt. Diese sind auch wesentlich haltbarer als der Plastikmist; eigentlich muss man auch nicht unbedingt warten, bis sie abgebrochen sind. Freunde hoher Fertigungstiefe können natürlich auch ein Stück Alublech im Schraubstock abkanten.

Titelbild: Mondfinsternis, Bretagne