Tipps und Zubehör

Dumpen (Grau- und Schwarzwasser entsorgen) sollte man grundsätzlich bei jeder Gelegenheit. Sollte sich keine Möglichkeit bieten, über einen Gully zu fahren, kann das Grauwasser notfalls über die geleerte Toilettencassette entsorgt werden, die man mehrmals füllt. Wenn sie nicht unter das Womo passt, auf einen Keil auffahren. Eine klappbare Transportkarre ist sehr nützlich, wenn der Weg etwas weiter ist.

Einen Feuerlöscher braucht man hoffentlich nie. Wenn aber doch, weiss man hoffentlich, wo einer ist. Ich habe einen kleinen Schaumlöscher in der Stufe der Aufbautür und eine Löschdecke an der Rücklehne des Beifahrersitzes - stört nicht, sieht man aber gut.

Mit einem Kabel passender Länge und Stereo-Klinkensteckern an beiden Enden kann man mit besserem Sound Filme gucken, vorausgesetzt, der Fernseher hat einen Kopfhörerausgang und das Autoradio einen Aux In an der Vorderseite.

Ein kleiner Kompressor für 12V an Bord erspart das Mitnehmen einer Fahrradpumpe, regelmässiges Kontrollieren des Reserveradluftdruckes sowie traurige Kindergesichter, wenn der Ball zu schlapp ist. Und bei schleichenden Platten auch mal einen Reifenwechsel.

Die Kurbel der Kurbelstützen sollte man bei ausgefahrenen Stützen ins Lenkrad stecken. So vergisst man nicht, sie vor dem Losfahren wieder hochzukurbeln.

Ein Schirm gehört fix in jedes Wohnmobil an einen festen Ort, denn einer muss ja schliesslich auch bei Sch...wetter morgens die Brötchen holen - häufig der, der sich auch um die Technik kümmert. Ein Schirm an einem festen Ort verhindert auch zuverlässig, dass sich in allen möglichen Winkeln mit der Zeit Schirme ansammeln.

Ein 5m-Spanngurt mit Ratsche ist ein Muss, schon zur Ladungssicherung oder um mal was zu befestigen, oder notfalls als Wäscheleine. Ausserdem ist er das ideale Werkzeug, um einen (Feder-)Ball aus dem Baum zu bekommen, unter dem die traurigen Kinder stehen. Erstens kriegt man die Ratsche richtig schön hoch, wenn man sie am kurzen Gurt herumschleudert, und zweitens hat man beliebig viele Versuche, wenn man das andere Ende vom Gurt festhält, ohne dass der Baum hinterher voll Zeug hängt. Wichtig: die fliegende Ratsche immer gut im Auge behalten, und ggfs ein wenig auf Seite treten. Besagte Kinder ein wenig weg lagern.

Längere Spax-Schrauben mit passenden Unterlegscheiben sind ein guter Ersatz für Heringe, um Markisenfüsse oder Abspannungen zu verankern. Vor allem, wenn man einen Akkuschrauber dabeihat, bekommt man sie problemlos auch in sehr harte Böden. 

Die Türfeststeller, die die Aufbautür oder Garagentür offenhalten, sollten mit einem zähen Fett oder Trockenschmiermittel eingefettet sein. Ungeschmiert halten sie im Neuzustand zu fest und verschleissen schnell.

Der Unterboden des Womos wird häufig vernachlässigt, weil man ihn nie sieht, wenn man ordentlich fährt und die Seite mit den Gummis nach unten hält. Trotzdem sollte man hier mal hinschauen: erstens ist der Aufbau häufig unten aus Holz, z.B. Siebdruckplatten. Die können gern mal eine Auffrischung des Unterbodenschutzes vertragen. Zweitens gibt es Durchführungen für diverse Leitungen, die manchmal nur mit Plastikhülsen verschlossen sind. Wenn man diese mit Sikaflex verklebt oder mit einer Schraube sichert, verhindert das, dass kleine Nagetiere den Weg ins Womo finden und dort Schaden anrichten.

  
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