Umbauten und Modifikationen an Staufächern und Aussen

Das Abwasserrohr für Grauwasser ist ein gängiges 40 mm-Kunststoffrohr. Für den (seltenen) Fall, dass man nicht direkt über einen Gully fahren kann, habe ich ein solches Rohr (1 Meter) mit zwei Winkelstücken innen in den Radkasten des Hinterrads geklipst. So lässt sich der Ablauf einfach verlängern.

Das grosse Dachfenster von Remis namens Remistar war mit ein Kaufargument für das Modell, damals waren mir Qualitäts- und Dichtigkeitsprobleme noch nicht so ganz klar. Irgendwann wollte sich das Dachfenster nicht mehr bewegen, praktischerweise gibt es aber eine mechanische Notschliessung unter dem runden Deckel oben. Der Kontakt zu Remis war sehr nett, aber nicht hilfreich. Letzten Endes war es nur eine kalte Lötstelle, die sich gelöst hat, und wo ein Kabelbinder in der Nähe derselben jetzt eine mechanische Belastung verhindert. Dumm nur, dass das Dachfenster komplett ausgebaut werden muss, um da dranzukommen. Neben meinem Bedauern kann ich Leidensgenossen zwei Hilfestellungen anbieten: bei allen Dachfenstern ist in der Aussendichtung eine Trennschnur verbaut, mit der man die Klebedichtung recht einfach und schnell auftrennen kann. Funktioniert aber nur, wenn man das vorher weiss. Und zweitens habe ich vom Remistar einen Schaltplan gemalt. Beim Eindichten sorgfältig vorgehen. Vor allem die Oberkante ist sehr kritisch, weil da das Wasser vom Alkoven runterläuft und sich staut.

Die Flaschen im Gasfach sind Alugasflaschen, was sowohl beim Fahrzeug als auch beim Schleppen Gewicht spart. Weiteres Gewicht kann man sparen, wenn man eine Flasche zuhause lässt, gerade im Sommer ist der Verbrauch recht gering. Den Füllstand prüfe ich mit einer Federwaage, das Tara-Gewicht steht auf den Flaschen drauf. Dank Duomatic und Secumotion kann die Anlage auch während der Fahrt betrieben werden.

Zwischen der Markise und dem Aufbau läuft bei Regen Wasser durch, weil die Dichtung vom findigen Hersteller eingespart wurde. Die Idee ist wohl, diese für rund 50 Euro extra zu verkaufen. Abdichten mit Sikaflex kostet einen Bruchteil und war bei mir die Methode der Wahl.

Eine Schmutzmatte ist eine feine Sache, wenn man im Regen auf unbefestigten Plätzen steht. Ich habe dafür eine einfache Fussmatte aus dem Baumarkt unter dem Garagenboden in einer offenen Halterung; dort stört sie auch in stark verschmutztem Zustand nicht.

Eine Solaranlage mit 180 Wp und MPPT-Regler liefert immer genügend Strom, wenn man ihn nicht braucht (im Oktober im Wald z.B. keinen); im Sommer kann man aber dafür beliebig autark stehen und hohen Strompreisen auf Stellplätzen eine Nase drehen. Wenn man sie selber einbaut, kann man sich die Mühe machen, die Kabel unsichtbar zu verlegen, anstatt einfach Kabelkanäle auf die Wand zu kleben. Für die Dachdurchführung wird eine Hutze mit abgedichteten Kabelauslässen auf das Dach geklebt. Das Loch im Dach ist bei mir genau über einem Spot im Badezimmer und nicht zusätzlich abgedichtet. Sollte etwas undicht werden, tropft es aus der Lampe - das ist mir lieber, als dass unbemerkt ein Hohlraum vollläuft. 

Ein zusätzliches Staufach findet zwischen Fahrertür und Gaskasten Platz, was der optimale Ort für die Auffahrkeile ist. Gegebenenfalls findet auch eine zweite Toilettencassette darin Platz. Eine Kiste aus 10er Siebdruckplatten, oben und hinten (wo der Gaskasten angrenzt) offen, mit der originalen Seitenblende als Klappenverblendung klingt jetzt nicht allzu kompliziert - dennoch war das das komplizierteste Projekt an diesem Wohnmobil, dreimal umgeplant und mit reichlich Hürden. Wer ähnliches vorhat, dem sei abgeraten; wen das nicht abschreckt, kann mich gern kontaktieren. Immerhin funktioniert das Ergebnis gut, ist nicht abschliess-, dafür unsichtbar.

Einen Unterlegkeil mit Halterung - die einfache Kunststoffvariante für Anhänger - habe ich hinten links innen im Radkasten. Der ist beim Parken am Hang mal schnell vor das Hinterrad gelegt, und wenn er sich hinterher nicht mehr einfach wegnehmen lässt, weil das Auto draufsteht, war das eine Investition mit geradezu unglaublicher Rendite.

 

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(c) 2017 Franz-Manfred Schüngel